VHS/Abendakademie Mannheim

 

Mo – „Philosophie am Morgen“ jwls die Montage eines Monats als eine Serie; jwls v 10.00 s.t. – 12:00 Uhr – wie gehabt.

 

Die Woche wollen wir beginnen mit einem bedächtigen Sich-Einlassen in gemeinsame Gespräche zu philosophischen. Gedanken, in gemeinsame Reflexionen und Diskussionen in guter, entspannter Atmosphäre. Schwerpunkt des Seminars ist die Anregung eigenen Denkens unter Rückgriff auf jeweiils gemeinsam zuvor vereinbarte Textquellen. Hier bevorzugen wir Qualität. Gleichwohl steht das eigene Verständnis im Vordergrund. Auch für Neueinsteiger geeignet! 

 

 

 

Dienstags 18:30 21:30 – wöchentlich jwls 8mal

 

 

 

2tes Halbjahr 2019 

 

Ab 23.7. Nietzsche „Jenseits von Gut und Böse“

 

Jenseits von Gut und Böse war das Denken in der prähistorischen Zeit, in der Handlungen nach ihrer Wirkung beurteilt wurden. Die Moral kam erst, als man Handlungen nach ihrer Absicht beurteilte. Nietzsches Forderung war, wieder zu der Perspektive der vormoralischen Zeit zurückzukehren. Er suchte eine Moral jenseits bestehender Normen und Werte, die nicht an die historische, von der Religion beeinflusste Tradition gebunden ist. Sein Gegenentwurf ist eine neuartige Philosophie der „Immoralität“, die an die jeweiligen Perspektiven des Menschen gebunden ist. (JGB 32[2]) Diese verband er mit dem Konzept des Willens zur Macht, der das alle Menschen und die ganze Natur bestimmende Prinzip sei. Zugleich übte Nietzsche eine grundlegende Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit, aus der heraus er eine Umwertung aller Werte forderte, die sich am Willen zur Macht und einem vornehmen Leben orientiert.

 

 

Ab 8.10.2019: Philosophie drohender Apokalypse – G. Anders „Antiquiertheit des Menschen“

 

 

 

Anders‘ 1956 erschienenes Hauptwerk besteht aus drei Einzelstudien über die Umformung des Menschen im industriellen Zeitalter durch die Konfrontation mit Maschinen, und zwar den Medien Radio, Fernsehen und der Atombombe. Seine Grundthese lautet, dass der Mensch mit seinen eigenen Produkten nicht mehr Schritt halten könne, dass er ihrer Perfektion nicht mehr gewachsen sei. Er bezeichnete dies als „Gefälle“ zwischen dem Vermögen, etwas herzustellen, und dem Vermögen, sich die Konsequenzen dieses Herstellens auch vorzustellen. Deswegen war es für ihn eine politisch-existentielle Notwendigkeit, die „Blindheit“ der Menschen für die von ihnen selbst vorbereitete technische Apokalypse zu überwinden, um gegen diese vorgehen zu können. – Ein klassischer Text auch noch für die heutige Zeit – mit dem wir uns textnah auseinandersetzen wollen. – Auch gut für Anfänger.

 

 

 

 

 

 

 

Ab 10.12.2019

 

Hannah Arendt: „Vita activa oder Vom tätigen Leben“

 

In ihrem 1960 auf deutsch erschienenen Hauptwerk wird vor dem Hintergrund der Geschichte politischer Freiheit und aktiver Mitwirkung der Bürger am öffentlichen Leben eine Theorie des politischen Handelns entwickelt. Das Eröffnungskapitel Die menschliche Bedingtheit ist der Entwicklung ihres Leitbegriffs, der Vita activa, gewidmet. Das zweite Kapitel dient der Unterscheidung zwischen dem „Raum des Öffentlichen“ und dem „Bereich des Privaten“. In den anschließenden Kapiteln drei bis fünf stellt sie unter den Überschriften Die Arbeit, Das Herstellen und Das Handeln jeweils zentrale menschliche Hervorbringungsprozesse in den Mittelpunkt ihrer Analyse. Im Schlusskapitel Die Vita activa und die Neuzeit beschreibt sie die einschneidenden Wandlungsprozesse zwischen europäischer Vormoderne und Moderne und endet mit ihrer Diagnose vom „Sieg des Animal laborans“, wonach das politische Handeln durch Konformität und Funktionalität begrenzt werde. Ein klassischer Text – gerade heute wieder höchst aktuell – mit dem wir uns textnah auseinandersetzen wollen.

 

 

PROGRAMM-VORSCHAU für 2020

 

Vorschau 2020 –1tes Halbjahr – Philosophie an der Abendakademie Mannheim

 

ACHTUNG: Geschlossen ist die ABENDAKEDEMIE = vom 9. - 23. August 2020

 

Näheres: anton.schmitt@gmail.com – collegium-philosophicum.de

 

 

 

(A)   „Philosophie am Morgen“ – alles wie gehabt  = Montags 10:00-12:00 Uhr wöchentlich – je eine Seminar-Serie pro Monat – jeden Monat…- außer AUGUST

 

·         Gemeinsame Erarbeitung und Diskussion von zuvor gemeinsam ausgewählten Originaltexten

·         Entspannte, humorvolle Atmosphäre zum Anregen eigenen Nachdenkens

·         Jederzeit gut auch für Neu-Einsteiger – keine Vorkenntnis vonnöten!

 

 

 

(B)   Dienstag-SERIEN-Seminare jeweils DI Abend 18:30-21:30 wöchentlich 8mal

 

 

 

Ab 3.3.2020 „Philosophie des Unbewußten – Ansätze und Entwicklungen“

 

Ausnahmsweise an einem Sekundär-Werk entlang; Göddes „Traditionslinien des Unbewußten“ zeigen die Verbindungen auf Schopenhauer über Nietzsche zu S. Freud. Als Leitmotiv dient die "Denktradition des ,triebhaft-irrationalen' Willens", de Gödde zudem vom "kognitiven" Unbewussten bei Leibniz, Kant, Herbart, Fechner und Helmholtz und vom "vitalen" Unbewussten bei Herder, Goethe, Schelling und Carus abgegrenzt wird. So werden die verschiedenen Entwicklungsphasen rekonstruiert, in denen sich Freuds Konzeption des Unbewussten in der Auseinandersetzung mit diesen widerstreitenden Traditionslinien wandelt – zugleich also auch eine Einführung in die Psychoanalyse und ihre Entstehungsgeschichte. Umfangreiches Material wird gestellt.

 

 

 

Ab 5.5. Foucault: „Die Sorge um sich“

 

Foucault gilt als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts und ist u.a. Begründer der macht- und wissenstheoretischen Diskursanalyse. Sein Werk hat einen großen Einfluss auf zahlreiche geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen weltweit. Sein Spät-Werk „Sexualität und Wahrheit“ hatte Foucault ursprünglich auf sechs Bände angelegt, zu Lebenszeit erschienen sind aber nur drei Bände. Wir widmen uns Band 3, der die Bedeutung der „Selbstsorge“ in der Ethik der griechisch-römischen Antike betont, die als „Kultur der antiker Freiheitspraktiken gedeutet werden. Dies wird untersucht an Phänomenen wie Traumdeutung, die Gemeinschaft mit den anderen, sowie der Körperlichkeit des „Menschen, der Frau und dem Knaben“. – Textgrundlage: Die Sorge um sich. Suhrkamp, 1986 ISBN 978-3-518-28318-9

 

 

 

Ab 7.7. Kelsen „Was ist Demokratie“

 

Kelsen gilt als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jhdts. bezüglich Staatstheorie und - recht, Völkerrecht und Theorie des Rechts. Er war ein einflußreicher Verfechter der Demokratie, dessen entspr. Überlegungen auch heute noch Referenz-Status besitzen - wenngleich er auch nicht zögerte, ihre Schwächen aufzudecken. Die Demokratie sei die einzige Staatsform, die sogar ihren ärgsten Feind an ihrer Brust nähren würde. Wir studieren und diskutieren die leicht zugänglichen texte zur Demokratie-Theorie. Textgrundlagen: „Was ist Gerechtigkeit?“ reclam, ISBN: 978-3-15-019366 und: „Vom Wesen und Wert der Demokratie“, reclam ISBN 978-3-15-019534-5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

Info/Anmeldung: Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule GmbH

 

www.abendakademie-mannheim.de/programm/gesellschaft-und-politik/

 

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Tel: 0621 1076-0 - oder: Telefon 0621/1076-106

 

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