VHS/Abendakademie Mannheim

 

Mo – „Philosophie am Morgen“ jwls die Montage eines Monats als eine Serie; jwls v 10.00 s.t. – 12:00 Uhr – wie gehabt.

 

Die Woche wollen wir beginnen mit einem bedächtigen Sich-Einlassen in gemeinsame Gespräche zu philosophischen. Gedanken, in gemeinsame Reflexionen und Diskussionen in guter, entspannter Atmosphäre. Schwerpunkt des Seminars ist die Anregung eigenen Denkens unter Rückgriff auf jeweiils gemeinsam zuvor vereinbarte Textquellen. Hier bevorzugen wir Qualität. Gleichwohl steht das eigene Verständnis im Vordergrund. Auch für Neueinsteiger geeignet! 

 

 

 

Dienstags 18:30 21:30 – wöchentlich jwls 8mal

 
 

 

3) Ab Di., 11.12.2018, 18:30 - 21:30 Uhr „Platon Frühschriften: Menon - Laches – Phaidros“ (8mal!)

 

Das Thema im MENON ist die Frage, ob Tugend erlernt oder eingeübt werden kann oder angeboren ist. Verschiedene Definitionsvorschläge werden untersucht und erweisen sich als untauglich. Sokrates glaubt jedoch, dass es ein angeborenes, aber verschüttetes Wissen gibt, zu dem auch die Kenntnis der Tugend gehört, und dass dieses Wissen durch Erinnerung aktiviert werden kann. Im LACHES machen sich die Gesprächspartner Sorgen um die Erziehung ihrer Kinder. Alle stimmen darin überein, dass Tüchtigkeit bzw. Tugendhaftigkeit das Ziel ist und Tapferkeit bzw. Mut ein wesentlicher Aspekt des etwas-als-Mensch-Taugens ist. Im PHAIDROS geht es um das Verhältnis zwischen rhetorischer Überzeugungskraft und philosophischer Wahrheitsfindung und außerdem um das Verliebtsein, die Idee des Schönen, an die man sich beim Anblick schöner Gestalten erinnert, weshalb man von erotischer Begierde ergriffen wird.

 

 

 

 

 

 

 

Programmplanung für 2019

 

 

 

Bitte endgültige Programm-Ausschreibung der Abendakademie VHS-Mannheim beachten: www.abendakademie-mannheim.de

 

 

 

 

 

(A)   Dienstag-SERIEN-Seminare jeweils DI Abend 18:30-21:30 wöchentlich 8mal

 

 

Ab 26.2. Aristoteles: „Politik“

 

Ein klassischer Text, der auch heute noch verbindliche Orientierung bietet. In diesem Werk stellt Aristoteles Thesen auf, die „jahrhundertelang widerspruchslos anerkannt“ wurden. Sie lauten: Der Mensch ist ein Zoon politikon – ein soziales, auf Gemeinschaft angelegtes und Gemeinschaft bildendes Lebewesen - die Polis (Kult – und Staatsgemeinschaft) ist „natürlich“ und die vollkommene Gemeinschaft. Diese bestimmt er weiter durch eine systematische Analyse von Staatsformen unternommen – wobei er u. A. unter „Demokratie“ eine verfehlte Staatsform-Verfassung versteht…Textgrundlage: Politik Reclam Stuttgart 2010, ISBN 978-3-15-008522-6

 

 

 

 Ab 14.5. C. Crouch:  „Postdemokratie“

 

In seinem 2008 auf Deutsch erschienen Buch versteht Crouch unter Postdemokratie „ein Gemeinwesen, in dem zwar nach wie vor Wahlen abgehalten werden. Es sind Wahlen, die sogar dazu führen können, daß Regierungen ihren Abschied nehmen müssen, in dem allerdings konkurrierende Teams professioneller PR-Experten die öffentliche Debatte während der Wahlkämpfe so stark kontrollieren, daß sie zu einem reinen Spektakel verkommt, bei dem man nur über eine Reihe von Problemen diskutiert, die die Experten zuvor ausgewählt haben. Die Mehrheit der Bürger spielt dabei eine passive, schweigende, ja sogar apathische Rolle, sie reagieren nur auf die Signale, die man ihnen gibt. Im Schatten dieser politischen Inszenierung wird die reale Politik hinter verschlossenen Türen gemacht: von gewählten Regierungen und Eliten, die vor allem die Interessen der Wirtschaft vertreten.“ Zur Beruhigung der Massen werde eine Scheindemokratie als Showveranstaltung inszeniert. – Textgrundlage: Postdemokratie - Suhrkamp, ISBN 978-3-518-12540-3.

 

 

 

 

Ab 23.7. Nietzsche „Jenseits von Gut und Böse“

 

Jenseits von Gut und Böse war das Denken in der prähistorischen Zeit, in der Handlungen nach ihrer Wirkung beurteilt wurden. Die Moral kam erst, als man Handlungen nach ihrer Absicht beurteilte. Nietzsches Forderung war, wieder zu der Perspektive der vormoralischen Zeit zurückzukehren. Er suchte eine Moral jenseits bestehender Normen und Werte, die nicht an die historische, von der Religion beeinflusste Tradition gebunden ist. Sein Gegenentwurf ist eine neuartige Philosophie der „Immoralität“, die an die jeweiligen Perspektiven des Menschen gebunden ist. (JGB 32[2]) Diese verband er mit dem Konzept des Willens zur Macht, der das alle Menschen und die ganze Natur bestimmende Prinzip sei. Zugleich übte Nietzsche eine grundlegende Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit, aus der heraus er eine Umwertung aller Werte forderte, die sich am Willen zur Macht und einem vornehmen Leben orientiert.

 

 

 

 

 

C)  Einzelveranstaltungen - FR soiree . jeweils 19:00 – 21:30 Uhr :

 

 

 

a)      15.2. 2019 Ethik für Politiker – „Politik als Beruf“

 

ist ein faszinierender Text von Max Weber, weil er einerseits mit Leidenschaft von der Politik als Berufung spricht, aber andererseits auch unsentimental von der Politik als Beruf handelt. Hier entwickelt er auch seine berühmte Unterscheidung von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. Und ohne schon dies Wort zu kennen, arbeitet er sich ab an einer Position der Politikverdrossenheit, die in idealistischem Überschwang immer mehr verlangt, als die Wirklichkeit des Politikbetriebs hergibt, denn: Wer auf Millionen aus ist, geht in die Wirtschaft, nicht in die Politik..?!

 

 

 

 

 

b)      28.6.  Sartre:  „Ist der Existentialismus ein Humanismus?“

 

Durch die Bestimmung des Menschen als biologisches Wesen, als Vernunft­wesen, als göttliches Wesen etc. erhält der Mensch vor seiner Existenz zunächst schon eine Bedeutung, eben biologisch, vernünftig, gottähnlich. Der Existentialismus kritisiert diese der Existenz vorgängige Sinnbestimmung und setzt ihr die Existenz entgegen: Als einziges Wesen, das verneinen könne, das einen Bezug zu dem Noch-Nicht oder Nicht-Mehr habe, das lügen könne, also das sagen, was nicht sei, habe der Mensch damit auch die Bürde der Freiheit und damit auch die Verantwortung.                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

 

 

 

Phil café: "Aggression - Gewalt - Macht"Tiefenökologie“ – Sonntag 24.3.2019  11:00 – 13:00 Uhr -  

 

Aggression (von Latein: "aggredere" sich zubewegen auf [etw./jdn.]; heranschreiten; sich nähern; angreifen).Ist Aggression eine unentrinnbare biologische Anlage - oder ist sie sozialisiert/anerzogen? Sicherlich gibt es bei Tieren z.B. aggressive "Raubtiere", aber doch auch lammfromme "Fluchttiere". Ist "Aggression" durchweg "negativ" einzuschätzen und möglichst "im Zaum zu halten" - oder gibt es nicht auch "positive" Momente an ihr, will sagen, die Energie, den "Hintern" auch gegen Widerstände "hoch zu bekommen"?- Wie ist das heutzutage umsichgreifende Phänomen der "Auto-Aggression", d.h. des sich-selbst-verletzenden Verhaltens ("Selbstverstümmelung, "Ritzen" usw.) einzuschätzen? Und wie verhält sich Aggression zur physischen Gewaltausübung oder zur verbalen: Sprache der Gewalt - Gewaltausübung durch Sprache? Und wie ist in diesem Kontext „Macht“ einzuordnen?

 

 

 

 

 

 
 

 

Info/Anmeldung: Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule GmbH

 

www.abendakademie-mannheim.de/programm/gesellschaft-und-politik/

 

U1, 16-19 Nähe Neckarbrücke, Ende Fußgängerzone 68161 Mannheim

 

Tel: 0621 1076-0 - oder: Telefon 0621/1076-106

 

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