VHS Lampertheim

VHS-Lampertheim – Programmvorschau 2017

 

 

(Serien-Seminare jwls wöchentlich Mittwochs – 19:00 – 21:30)

 

 

Schopenhauer – kleinere Aufsätze 8 Abende ab 18.1.

Schopenhauer gilt als einer der klarsten und verständlichst schreibenden Philosophen. Wir versuchen uns durch die „Hintertür“ seiner Philosophie zu nähern, indem wir uns – jeweils selbständig lesbare – Aufsätze von ihm vornehmen. Die beiden Bücher enthalten Vereinzelte, jedoch systematisch geordnete Gedanken über vielerlei Gegenstände: Aphorismen zur Lebensweisheit, Über Urteil, Kritik, Beifall und Ruhm, Selbstdenken, Über Schriftseller und Stil, Über Lesen und Bücher, Über Sprache und Worte, Über Weiber, Über Lärm und Geräusch u.a. Die Auswahl bestimmen wir. Textgrundlage (zu allen mögl. Themen). „Parerga und Paralipomena“ 2 Bde. 1051 Seiten. Am besten via zweitausendeins.de dort zusammen: ca. EUR 16,95 Bestellnr. 200523 – Auch für Neueinsteiger geeignet! Dozent: A. Schmitt, Philosoph – Uni-Lehrbeauftragter

 

 

Hans Jonas: „Prinzip Verantwortung“ 8 Abende ab : 22.3.

Jonas entwickelte eine philosophischen Biologie, die den – noch heute vorherrschenden - Dualismus von Subjekt und Objekt, Geist und Materie, Freiheit und Notwendigkeit zu überwinden versucht. Das Verhältnis des Menschen zur Natur und seinen Umgang mit der Technik behandelt er in seinem ethischen Hauptwerk „Das Prinzip Verantwortung“. Darin geht es u.a. um die Vermeidung unabschätzbarer Risiken, um den Bestand der Menschheit als Ganzes nicht zu gefährden, sowie der Anerkennung der Eigenrechte der ganzen Natur, für die dem Menschen aufgrund seiner Handlungsmöglichkeiten die Verantwortung zukommt. - Textgrundlage: ISBN 3-518-39992-6 EUR 14,--- Ggf. gebraucht via: www.daistesja.de– Auch für Neueinsteiger geeignet! Dozent: A. Schmitt, Philosoph – Uni-Lehrbeauftragter

 

 

Georg Simmel: „Philosophie des Geldes“ 10 Abende ab: 31.5.

Georg Simmel (†1918) war ein deutscher Philosoph und Soziologe. Er leistete wichtige Beiträge zur Kulturphilosophie und Soziologie. Er stand in der Tradition der Lebensphilosophie, aber auch der des Neukantianismus. Seine Vorlesungen waren gesellschaftliche Ereignisse und wurden sogar in Zeitungen. Simmels Einfluss war groß; Kurt Tucholsky, Siegfried Kracauer oder auch Ernst Bloch, um nur einige zu nennen, haben ihn hoch geschätzt. Simmel vertritt bereits um 1900 die These, dass das Geld zunehmenden Einfluß auf Gesellschaft, Politik und auch auf das Individuum erlange. Schon das Selbstwertgefühl des Menschen und seine Lebenseinstellung werde zunehmend durch das Geld bestimmt. Geld sei immer mehr zum Selbstzweck geworden. Sein Werk gilt als das Referenzwerk zur Philosophie des Geldes. – Textgrundlage: 978-3-518-28406-3, 780 S. EUR 25,-- ggf. gebraucht via: daistesja.de– Auch für Neueinsteiger geeignet! Dozent: A. Schmitt, Philosoph – Uni-Lehrbeauftragter

 

 

Martin Buber – Ich und Du 4 Abende ab 16.8.

Martin Buber (gestorben 1965) war ein österreichisch-israelischer jüdischer Religionsphilosoph, der in der Philosophie vor allem durch sein „dialogisches Prinzip“ bekannt wurde. Von 1916-1938 lebte er in Heppenheim. Sein Hauptwerk „Ich und Du“ behandelt das Verhältnis des Menschen zu Gott und zum Mitmenschen als existentielle, dialogische und religiöse Prinzipien. Zudem plädierte Buber in Texten wie „Drei Sätze eines religiösen Sozialisten“ für einen religiösen Sozialismus. Textgrundlage: ISBN: 978-3-15-009342-9; 143 S. EUR 4,-- – Auch für Neueinsteiger geeignet! Dozent: A. Schmitt, Philosoph – Uni-Lehrbeauftragter

 

 

„Meisterwerke der Philosophie – ausgewählte Texte“ 10 Abende ab 20.9.

Wir wählen gemäß individueller Interessen und in gemeinsamer Absprache Texte aus, die wir gemeinsam besprechen aus dem „philosophischen Lesebuch“ von Hans-Georg Gadamer. Darin versammelte dieser zentrale Texte der philosophischen Überlieferung, die er jeweils mit kurzen Einführungen versehen hat: von den Vorsokratikern über die großen Figuren der Antike und des Hellenismus, die Philosphie des Mittelalters, der Neuzeit und der Aufklärung bis zu den Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts. Eine Einführung in die Philosophie aus der Hand eines der angesehensten Philosophen des letzten Jahrhunderts. 3 Bde. 1072 S. EUR 14,95 insg. ISBN: 978-3-596-16165-2

– Auch für Neueinsteiger geeignet! Dozent: A. Schmitt, Philosoph – Uni-Lehrbeauftragter

Einzelveranstaltungen – soirées Fr. Abend: jeweils 19:00 Uhr – 21:30 Uhr

– Auch für Neueinsteiger geeignet! Dozent: A. Schmitt, Philosoph – Uni-Lehrbeauftragter - Es wird jeweils ein Skript u. ergänzendes Material kostenfrei zur Verfügung gestellt!

 

FEB, 17. „Pascals „Wette“ und Humes „Naturgeschichte“ der Religion

Pascal bietet ein vernünftiges Argument an, gläubig zu leben, auch und gerade, wenn für einen Glauben an einen Gott bzw. eine „höhere Macht“ keine zwingenden Beweise vorgelegt werden können. – David Hume erklärt psychologisch, wie Menschen zur Religiosität fanden und wie sich das Dilemma monotheistischer und pluralistischer Religionen entwickelt hat. Außerdem plädiert er angesichts mangelnder objektiver Beweisgründe für einzelne Dogmen indirekt für eine vernünftige Toleranz unterschiedlicher Glaubenssysteme.

 

MAI 12. Kants „Religionsverständnis“

Nachdem er überzeugend dargetan hat, dass Gottes Existenz nicht bewiesen werden kann – und deshalb auch dessen Nicht-Existenz nicht bewiesen werden kann – sieht er deswegen eine vernünftige Möglichkeit an Gott zu glauben. Doch dieser Glaube muss sich in die Grenzen der Vernünftigkeit einordnen. Wie sieht das genauer aus?

 

JULI 7. Max Scheler - Der Mensch als „Geistiges Wesen“

Scheler will die einzelwissenschaftlich zersplitterten Perspektiven auf den Menschen integrieren, indem er nicht bloß die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfasst, sondern zugleich die Natur oder das Wesen des Menschen neu bestimmt, um ihn von einer Idee her zu verstehen und zwar indem einerseits seine Verwandtschaft mit „Pflanze und Tier“, andererseits aber seine „Sonderstellung“ als Mensch herausgearbeitet werden.

 

SEP 15. Helmuth Plessner - Der Mensch als „Exzentriker“

Während das Tier in seine unmittelbare Umwelt eingebunden ist, kann der Mensch gleichsam aus sich heraustreten und die Perspektive eines Beobachters seiner selbst einnehmen. Er nimmt eine exzentrische Position ein. Damit ist er weltoffen und hat einen Drang nach Erfahrung, aber eben keine feste Identität. Als Körper zwar begrenzt, als „Geist“ jedoch gezwungen sich ins Verhältnis zu sich und allem Anderen zu setzen.

 

NOV 24. Zen-Buddhismus im religiösen Verständnis

Im Zen-Buddhismus gibt es keinen „persönlichen Gott“. Gleichwohl kann Zen, als „re-ligare“, als Rückbindung des Menschen an den „allgemeinen Urgrund“ verstanden werden. Wir werden dies anhand einer philosophischen Interpretation der Geschichte vom „Ochs und seinem Hirten“ nachvollziehen. Außerdem soll die Sicht eines führenden zen-buddhistischen Philosophen auf die abendländische Philosophiegeschichte die religiöse Tiefendimension derselben erläutern.

 

 

Bitte beachten Sie auch die noch zu bestätigenden weiteren Termine von:

 

„Sonntags bei Anton – Lampertheim im Dialog – Forum für offentliche Meinungsäußerung“

Jeweils Sonntags 11:00 – 13:00 Uhr im „Sitzungssaal des Alten Rathauses“ gegenüber VHS Lampertheim in der Römerstraße. Gesprächsthemen nach Interessenlage und gem. Absprache!

Vorgesehen sind derzeit:

 · So 5.2.

 · So 5.3.

 · So 2.4.

 · So 14.5.

---Ferien – weiter:

· So 3.9.

· So 1.10.

· So 5.11.

· So 3.12.


Weitere Infos:

VHS Lampertheim: Haus am Römer, Domgasse 2

Telefon 06206 9350

http://vhs.lampertheim.de